Geschichte

Die Pfannenschleckerzunft kann zum heutigen Zeitpunkt auf 44 Jahre "Bischemer Fasent" zurückblicken. Fest steht, dass auch schon in früheren Jahren Hexen im Ort ihr Unwesen trieben. Im Jahr 1971 hatten einige Fastnachter die Idee, eine Hexengruppe zu gründen. Initiatoren waren damals Heinz Zink, Klaus Sterner, Herrmann Kilian, Erich Morgenthaler, Stefan Rometsch und Philipp Sebastian. Nachdem die Narrenfigur, eine Hexe, stand, musste der Gruppe auch ein Namen gegeben werden. Den Vorschlag, sie Pfannenschlecker zu nennen, wurde einstimmig angenommen, weil er einen geschichtlichen Hintergrund hat:
Es wird erzählt, dass der letzte Graf, der die Herrschaft im damaligen Schloss hatte, sehr arm war. Die Dienerschaft bekam nichts zu essen und musste daher die Pfannen des Grafen ausschlecken, um ihren Hunger zu stillen.
 Aus diesem Grund ist auch der Name "Pfannenschlecker" zum Spitznamen der Einwohner von Rheinbischofsheim und zum Vereinsnamen geworden.
Nach der Gründung des Vereins im Jahr 1971 wurde auch im gleichen Jahr die Eintragung ins Vereinsregister vollzogen. Der breiten Öffentlichkeit wurde das Häs zum ersten Mal am 11.11.1971 beim Sturm aufs Rathaus vorgeführt. Im Jahr 1981 trat die Gruppe als Gründungsmitglied dem Ortenauer Narrenbund bei. In diesem Dachverband war der damalige 1. Vorsitzende Philipp Sebastian 16 Jahre Präsidiumsmitglied. Gleichzeitig war er seit der Gründung der Pfannenschleckerzunft bis 2001 Zunftmeister der Hexen. Bei der Hauptversammlung 2001 fand ein Vorstandswechsel statt. Jürgen Zink wurde einstimmig zum Zunftmeister gewählt.

Die Holzmaske

Die Maske ist aus Holz geschnitzt und trägt die Gesichtszüge einer alten Frau mit weissen spitzen Eckzähnen. Die Herausgestreckte Zunge soll ans "Pfannenschlecken" erinnern. Das Kopftuch ist auf einem hochstehenden Bügel montiert und hat dasselbe Blumenmuster wie die Schürze. Zwei Strohzöpfe sind ebenfalls an der Maske befestigt. Zur Ausstattung einer Hexe gehören schwarze Handschuhe und ein Reisigbesen.

Das Häs

Als Jacke trägt die Hexe eine rote Bluse mit kleinem Blumenmuster in Weiß, den sogenannten Peter. Darunter einen fliederfarbenen Rock, auf den eine schwarze, geblümte Schürze gebunden wird. Die Unterhose ist weiss mit Spitzenbesatz als Beinabschluss, rote Socken und Strohschuhe bilden den Abschluss.